Beschleunigter Rückgang der Leerwohnungen?

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Ein Auszug aus dem Immobilienmonitor Q3 2022 der Credit Suisse AG.

Nicht nur bei Wohneigentum bleibt die Neubautätigkeit zu gering. Dasselbe gilt auch für Mietwohnungen. So wurden in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 4800 weniger Wohnungen baubewilligt als zwischen den Jahren 2017 und 2019. Derweil hat sich die Wohnungsnachfrage erhöht.

Dies aufgrund von mehreren Faktoren: Die kräftige wirtschaftliche Erholung führt in Verbindung mit der fortschreitenden Pandemiebewältigung zu zusätzlichen Haushaltsgründungen. Zudem sorgt die verstärkte Zuwanderung für eine höhere Nachfrage nach Mietwohnungen.

Allein in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres zogen 13’600 Menschen mehr in die Schweiz als im Vorjahr. Die Wegzüge gingen im selben Zeitraum sogar leicht zurück. Nicht zuletzt kam die hohe Nettozahl von bisher 55’000 schutzbedürftigen Personen aus der Ukraine dazu, die mit zunehmender Aufenthaltsdauer zukünftig im Wohnungsmarkt eine stärkere Rolle spielen könnten.

Als Folge der rückläufigen Bautätigkeit und der steigenden Nachfrage zeigt sich ein beschleunigter Rückgang der Leerwohnungen. Insgesamt ist die Leerwohnungsziffer 2022 von 1.54 Prozent auf 1.31 Prozent gesunken. Mit einem Minus von 9869 Leerwohnungen wurde gar der stärkste Rückgang seit 1978 verzeichnet.

Der Rückgang ist breit abgestützt und betrifft sämtliche Segmente, alle Wohnungsgrössen und eine Mehrheit der Regionen. Als Folge des starken Rückgangs der Leerstände sind die in den letzten Jahren viel diskutierten Überangebote auf dem Mietwohnungsmarkt nur noch in einzelnen Regionen ein Thema. Und bei Eigentumswohnungen sowie Einfamilienhäusern hat sich die Knappheit weiter verschärft.

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